Doris Cordes-Vollert

"Begradigung der Meere - oder andere Ordnungsversuche"

Brunsbüttel, Groden      Karte anzeigen

Foto: Sönke Dwenger

Thema der Kunst von Doris Cordes-Vollert ist etwas Alltägliches, das wir - oft ohne näheres Nachdenken - in unterschiedlichen Facetten und Funktionen nutzen: die Sprache. Doch hier endet auch schon das Alltägliche, denn ihr Spiel mit Sprache zieht den Betrachter sofort in seinen Bann. Was ist Sprache? Wir erkennen Ebene um Ebene bei der Wahrnehmung des Worts oder des Texts, der sich aus vielen Wörtern zusammensetzt. Einen solchen Text nehmen wir üblicherweise zunächst intellektuell-sprachlich wahr als Informationsträger auf Basis der Semiotik und der Grammatik. Die zweite Ebene ist dagegen intuitiv-bildlich: Wir erfassen den Text als grafisches Zusammenspiel von Zeichen - was wir seit dem Lesenlernen meist tapfer übersehen.

Mit der Arbeit "Begradigung der Meere - oder andere Ordnungsversuche " bietet uns Doris Cordes-Vollert ein Angebot, in der Marschlandschaft beide Ebenen zu erfahren. Lassen Sie sich ein! Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit! Spielen Sie mit den Elementen, die uns Doris Cordes-Vollert anbietet, spielen Sie mit den Worten "LAND", "UNTER", "ÜBER", "BLICK", indem Sie die Worte zu neuen Zusammenhängen verbinden. Sie werden selbst zum Formulierer neuer Sinnzusammenhänge, zum Gestalter neuer Wortrhythmiken. Freuen Sie sich über ironische Spielereien und optische Entdeckungen, wenn Sie die Schrift aus der Nähe und aus der Ferne betrachten. Doris Cordes-Vollert stellt uns auf 100 Metern jede Menge Spiel-Material zur Verfügung - das Ergebnis ist offen, denn es wird so individuell sein, wie wir sind.


"Felt Dyke"

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The theme of the artistic work from Doris Cordes-Vollert is a part of our daily life, something which we make use of in various forms and functions without any real consideration. It is the language. At this point, however, the comparison with daily life ends then her lingual finesse immediately captivates the observer. What is language? We recognize level upon level when perceiving the word or the text which is composed of a selection of words. Such a text is first perceived on an intellectual-lingual level as a carrier of information on the basis of the understanding of the symbols and the grammar. In contrast the second level is intuitive-figurative. We perceive the text as a graphical interaction of symbols, an ability which we have deeply neglected since learning to read.

With the piece "Straightening the Seas - or further attempts to regulate", Doris Cordes-Vollert offers us the opportunity to experience both levels in the marsh landscape. Allow yourself the time to appreciate this. Interact with the elements which Doris Cordes-Vollert offers us, play with the words "LAND (LAND)", "UNTER (UNDER)", "ÜBER (OVER)", "BLICK (VIEW)", by combining the words to create new associations. You yourself will become an initiator of new associations and meanings, a creator of word rhythms. Find pleasure in the ironic puns and optical discoveries when you observe the writing at close quarters and from a distance. Doris Cordes-Vollert provides us with a wide range of creative material to play with. The result is unpredictable, then it will be as individual as each of us.

Foto: Uwe Greiß