RFLXN 06. Foto-Reflexionen
Landesausstellung für Fotografie in Schleswig-Holstein
19.08.-09.12.2018
Obere Reihe: Peter Rathmann, Pinholeviews on the Southwest; Rainer Stark, Sylter Ansichten – Impressionen am Schiffsrumpf. Untere Reihe: Jan KB, Opera.Isola; Johann Clausen und Bernhard G. Lehmann, Stranded Goods; Franziska Ostermann, Firn
Alle drei Jahre geben die „Fotoreflexionen“ einen spannenden Einblick in die abwechslungsreiche Szene der Fotografie in Schleswig-Holstein. Die jurierte Ausstellung zeigt in diesem Jahr in Brunsbüttel die vielfältigen Facetten aktueller Fotografie. Fotografinnen und Fotografen, die in Schleswig-Holstein geboren oder aufgewachsen sind, hier ausgebildet wurden oder ihren ständigen Wohnsitz im Land haben, konnten Arbeiten einreichen. Aus den 75 eingereichten Serien wählte die Jury 21 aus. In der Jury saßen: Denis Brudna, Photonews, Hamburg (als Ersatz für Anna Gripp), Dr. Dörte Beier, Direktorin Stadtmuseum Schleswig; Silke Eikermann-Moseberg M.A., Leiterin Stadtgalerie im Elbeforum und des Heimatmuseums Brunsbüttel; Dr. Peter Kruska, Direktor Stadtgalerie Kiel und Peggy Stahnke, Jury-Preisträgerin RFLXN 05. Die Jury vergibt einen ersten Preis. Kuratiert wird diese Ausstellung von Angeline Schube-Focke und Silke Eikermann-Moseberg.

Das Ausstellungsprojekt wird großzügig unterstützt durch die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.
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Tine Bay Lührsssen
Hundert Schritte nordwärts
29.04.-08.07.2018
TOOL IV, 2005, Holz, Acryl, Räder, Teppich, 220 x 110 x 115 cm, Foto: Christian KLose, Düsseldorf
Tine Bay Lührssens Konstruktionen scheinen auf den ersten Blick der Realität entnommen. Sie entspinnt ein Spiel mit vermeintlich Vertrautem. Aus Zeichnungen, Videosequenzen, Objekten, Plastiken erschafft sie künstliche, narrative Raumwelten – erweitert um ein Spiel mit Illusion.
Mit Elementen wie Treppe mit Pforte, einander gegenüber angeordneten Sitzen oder einem Unterstand mit kleinem Balkon konstruiert Tine Bay Lührssen ihre Objektserie „Tools“. Beim Betrachten eröffnen sich mehrere Funktions- und Bedeutungsebenen, ein wunderbarer Rohstoff für die Verwandlung von Welt.
Ein wichtiges gestalterisches Element ihrer Kunst ist die Reduktion: Die Videosequenzen sind geräusch- und farblos. Die Zeichnungen sind in Schwarz-Weiß ausgeführt, die Objekte in einem Farbton gehalten, manchmal mit einem weiteren kombiniert. In einer Zeit der Reizüberflutung schafft Tine Bay Lührssen stille, sparsam-kraftvolle Bilder.
Tine Bay Lührssen (geb. 1973 in Flensburg) studierte an der Kunsthøjskolen Holbæk und an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Sie lebt in Düsseldorf.
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MANGA - BIJINGA - SHUNGA
Spontane Zeichnung - schöne Frauen - Liebesspiele.
Japanische Holzschnitte - Comics aus Ost und West aus der Sammlung und Kunststiftung Spielmann-Hoppe
21.01.-08.04.2018
Der Sammler und Kunsthistoriker Prof. Dr. Heinz Spielmann in seinem Arbeitszimmer (Foto: Eik)
"Manga" genannte Bildfolgen haben Konjunktur. Die Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel stellt die Manga-Thematik unter dem Titel "Manga-Bijinga-Shunga" systematisch und übersichtlich in die Tradition japanischer Zeichenkunst, sowohl in der Gegenüberstellung von Mangas des 19. Jahrhunderts (die vorwiegend von Hokusai, dem berühmtesten japanischen Holzschneider, publiziert wurden) mit modernen Mangas, wie in Einbeziehung verwandter Themen, der Darstellung schöner Frauen (Bijin) oder der "Frühlingsbilder" (Shunga genannten Bildern von Liebesspielen). Die umfassendere Präsentation der Manga-Thematik wird durch die Einbeziehung weiterer großer Meister der japanischer Holzschnittkunst - wie Utamaro, Eishi, Hiroshige, Kunisada - in einen größeren kunsthistorischen Zusammenhang gestellt. Die modernen Mangas stammen von international bekannten japanischen und westlichen Zeichnern. Die Ausstellung kuratiert Prof. Dr. Heinz Spielmann. Sämtliche ausgestellten Grafiken stammen aus der Sammlung und Kunststiftung Spielmann-Hoppe, darunter einige besonders schöne Blätter aus dem ehemaligen Besitz von Oskar Kokoschka. Der durch einen ungenannten Förderer ermöglichte, von Heinz Spielmann bearbeitete Katalog bildet alle Arbeiten ab. Er gibt zudem eine Einführung in die kulturgeschichtliche Umwelt des "Ukiyo-e". der Bilder der fließenden Welt.
Wir weisen darauf hin, dass die Shunga-Blätter recht freizügig und daher für die Betrachtung durch Kinder nicht geeignet sind. Wir haben diesen Bereich innerhalb der Ausstellung abgetrennt, sodass Sie die Ausstellung besuchen können, ohne sich mit diesen Blättern konfrontieren zu müssen.
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