Szilard Huszank
bewusst - unbewusst
imaginäre Landschaften, Malerei
14.11. - 9.1.2011
Szilard Huszank, Landschaftscollage Nr. 3, Öl auf Leinwand,150 x 200 cm
Der ungarische Künstler Szilard Huszank (Jg. 1980) ist bislang vor allem mit gegenständlicher Malerei in Erscheinung getreten, seien es Akte, Interieurs oder ausgeklügelt arrangierte Stillleben.
Der jeweiligen Gattung widmet er sich in großen Serien. Hier untersucht und hinterfragt er, lässt sich durch Vorbilder der Kunstgeschichte inspirieren und findet schließlich verschiedenste neue malerische Aspekte.Seit 2008 beschäftigt sich Huszank mit der Gattung Landschaft. Neu in seinen malerischen Formulierungen ist die Hinwendung zum Abstrakten. In Serien unterschiedlichen Formats lotet er sensibel die malerischen Grenzen zwischen klar gegenständlich komponierter Landschaft im Spannungsbogen zu immer freier werdender Farbflächenmalerei aus.Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Alfred Toepfer Stiftung FVS in Hamburg.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kerber-Verlag.
Szilard Huszank, Imaginäre Landschafte Nr.8, Öl auf Leinwand, 40 x 50 cm


Szilard Huszank, Imaginäre Landschafte Nr. 9,10, Öl auf Leinwand, je 40 x 50 cm

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Anja Bohnhof
Fremdesland
konzeptuelle Fotografie
12.9. - 31.10.2010
aus der Serie:
"DDR - museale
Ansichten",
2003-2004,
24 c-prints, 30 x 30 cm
In
der Ausstellung "Anja Bohnhof. Fremdesland" finden sich vier Serien
konzeptueller Fotografie, die sich mit der Alltagsgeschichte der DDR
beschäftigen, darunter die Serie "innere Angelegenheit" aus dem Jahr
2008, eine fotografische Arbeit über die ehemaligen
Untersuchungshaftanstalten des Ministeriums für Staatssicherheit der
DDR.
In der Serie "DDR-museale Ansichten" (2003-2004) dokumentiert
Bohnhof museale Inszenierungen der DDR Alltagsgeschichte:
Gebrauchsgegenstände aus dem alltäglichen Leben wanderten nach der Wende
in vielen ostdeutschen Haushalten auf den Sperrmüll. Ein gutes Jahrzehnt
später dienen solche Gegenstände der Illustration des Alltags in der DDR
in eigens dafür geschaffenen Museen. Die Fotografien sind Abbilder von
konstruierten Räumen, in denen ein Bild von Vergangenem geschaffen wird,
das ohne überprüfbare Referenzen in der Gegenwart scheinbare
Objektivität vermittelt.
aus der
Serie:
"DDR - museale Ansichten",
2003-2004,
24 c-prints, 30
x 30 cm
Nahezu während der gesamten Dauer des DDR-Regimes
kam es im Zuge von Grenzsicherungsmaßnahmen zu Zwangsumsiedlungen von
Menschen, welche in Grenznähe wohnten. Noch bis Mitte der achtziger
Jahre wurden so einige seit Jahrhunderten bestehende Dörfer entlang der
Demarkationslinie "geschleift", ihre Bewohner vertrieben, ihre Bauten
abgerissen. Anja Bohnhof spürt in den Arbeiten der Serie "Fremdesland",
2006/2007 diesen Orten nach und dokumentiert sie. Ihre Fotografien
kombiniert Bohnhof mit Zitaten aus dem "Magazin für Haus und Wohnung",
einer in der DDR seit 1962 monatlich erschienenen, sehr auflagenstarken
Ratgeber-Zeitschrift mit geschmacksbildenden Absichten rund um das
private Wohnen.
In ihrer neusten Arbeit "Zu den Akten" (2010)
dokumentiert Anja Bohnhof die Archive, in denen im staatlichen Auftrag
die DDR-Geschichte aufbewahrt wird.


aus der Serie:
"Innere
Angelegenheit",
2008,
28 c-prints, 37,5 x 50
cm
Anja Bohnhof studierte 1999-2004 "Visuelle
Kommunikation" an der Bauhaus-Universität Weimar. Für ihre Projekte
erhielt sie zahlreiche Stipendien, Projektförderungen und
Auszeichnungen. Seit 2006 hat Anja Bohnhof einen Lehrauftrag für
Fotografie/Redaktionelle Praxis an der FH
Köln.

aus der Serie:

"Innere Angelegenheit",
2008,
28 c-prints, 37,5 x 50
cm
Zeitgleich wird im Foyer des Elbeforums die
Ausstellung "Die heile Welt der Diktatur? Leben und Alltag in der DDR"
gezeigt, herausgegeben von der Stiftung zur Aufarbeitung der
SED-Diktatur und der Zeitschrift "stern".
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Claus Vahle, Harald Duwe -
Zwei Positionen des kritischen Realismus in Schleswig-Holstein
09.05.-04.07.2010
Claus Vahle, Bunker, 1976, Öl auf Nessel, Sammlung der Stadtgalerie im Elbeforum Brunsbüttel
Anlässlich seines 70. Geburtstags widmet sich die Stadtgalerie im Elbeforum in Kooperation mit dem Stadtmuseum Schleswig, dem Dithmarscher Landesmuseum in Meldorf, dem Museum Eckernförde, der Galerie Messerschmidt in Flensburg und der Galerie der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein in Kiel dem Werk von Claus Vahle. An allen Orten sind unterschiedliche Werkgruppen aus seinem Ouevre zu sehen. In der Stadtgalerie im Elbeforum treffen mit Claus Vahle und Harald Duwe zwei wichtige Positionen des kritischen Realismus in Schleswig-Holstein aufeinander.






Claus Vahle Bauplatz, 1983, Öl auf Nessel, Sammlung Stadtgalerie im Elbeforum
Während Claus Vahle mit seinen Landschaften und Stillleben die fortschreitende Technisierung der Landwirtschaft und den Ausbau der Industrie thematisiert und die vermeintlichen Idyllen im Allgemeinen und in Dithmarschen im Speziellen enthüllt, entlarvt Harald Duwe (1926-1984) mit seinen Strandbildern die Fratze der Wohlstands-Deutschen. Er thematisiert gesellschaftliche Entgleisungen und bezieht Stellung zu Themen der Zeit, etwa der Wiederbewaffnung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Beide Maler sind Zeitzeugen, die mit ihrer Kunst gesellschaftlichen Wandel begleitet haben. Spüren Sie im Rahmen der Ausstellung der Geschichte im Kleinen und Großen in den Gemälden und Grafiken aus den 70er und 80er Jahren nach. Erleben Sie die Kunst zweier sehr unterschiedlicher scharfsinniger Mahner ihrer Zeit!

Wir danken der Kunsthalle zu Kiel für die Leihgabe von Gemälden und Grafiken von Harald Duwe.
Dank der großzügigen Unterstützung durch die Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein erscheint ein Katalog zur Ausstellung.
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Andrea Diefenbach, Aymeric Fouquez, Kirill Golovchenko, Margret Hoppe. Dokumentarfotografie Förderpreise 2007/2008 der Wüstenrot Stiftung
7.3.-25.04.2010
Kirill Golovechenko, aus der Serie „Der
ukrainische Durchbruch“, Pigment-Print
Die Arbeiten von Andrea Diefenbach, Aymeric Fouquez, Kirill Golovchenko und Margret Hoppe beschäftigen sich mit Veränderungen von Menschen und Orten in gesellschaftlich-wirtschaftlichen Umbruchsituationen. Andrea Diefenbach porträtiert in ihrer Serie „Land ohne Eltern“ zumeist illegale Arbeitsmigranten aus Moldawien in Italien und deren verwaiste Familien in der Heimat. Aymeric Fouquez hält in der „Folgelandschaften“ betitelten Arbeit die Veränderungen im Prozess historisch-ökonomischer Entwicklungen der durch den Tagebau verwüsteten Landschaften der Lausitz fest. Die wirtschaftlichen und so­zialen Veränderungen in der postsozialistischen Ukraine dokumentiert Kirill Golovchenko mit „Der ukrainische Durchbruch“. Margret Hoppe beschäftigt sich mit der unterirdischen Trainingsstation für Hochleistungssportler der ehemaligen DDR nahe Berlin in ihrer Arbeit „Die Kammer, Kienbaum“. Alle Projekte spüren den historischen Zusammenhängen von Vergangenheit und Gegenwart mit kritischem Blick für die Brüche und ihre existentiellen Folgen für die Menschen nach.
Die Arbeiten wurden mit Hilfe des Dokumentarfotografie Förderpreises der Wüstenrot Stiftung realisiert.
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HANNA JÄGER
SOMETHING IS ALWAYS HAPPENING/
ETWAS GESCHIEHT IMMER (JOHN CAGE)
1949-2009. RETROSPEKTIVE
06.12.2009 - 28.2.2010
o.T., um 1949, Öl auf Karton; „Wartezeichen für Wetterzeichen“, 1976, Tusche, Stahlfeder auf Siebdruck; o.T., 1988/89, Öl auf Nessel, 205 x 240 cm; Wünsche sind frei III, 1997, Neon, Eisen, 200 x 160 x 8 cm

Mit der Ausstellung wollen wir den künstlerischen Weg der Lübecker Künstlerin Hanna Jäger (geb. 1927) von den Studienanfängen 1949 an der Stuttgarter Akademie bis heute verfolgen – beginnend mit Illustrationen von Märchen Hans Christian Andersens in der Grafikklasse bei Hans Meid, ersten Gehversuchen in der Malklasse von Manfred Henninger bis zu ihren Zeichnungen in Stahlfeder der Serien „Horizonte“ oder „Wetterkarten“ (ab den späten 1960er Jahren). Später folgen skriptuale Blätter zu Gedichten u.a. von Klaus Rainer Goll, Werke mit Erde von Kreta, später von Lanzarote und aus Lübeck ab 1983, große informelle Gemälde Mitte der 1980er bis hin zu Hanna Jägers kinetischen Malereien der Drei-Phasenbilder Ende der 80er Jahre und den Neonarbeiten dieser Tage.
Während der Laufzeit wird die Ausstellung umgebaut – ein zweiter Besuch ab dem 20.1.2010 lohnt sich!
Zur Finissage erscheint ein Werkverzeichnis der Jahre 1949-2009.
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